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Die Erfahrungen einer Augenärztin mit AcuNova.

Dies ist ein Auszug aus “Der Akupunkturarzt”, europäische Zeitschrift für Akupunktur Nr. 24. 

Der Artikel wurde von einer unserer deutschen Schülerinnen geschrieben. 

Zusammenfassung: 

Die Augenpatienten werden mit einer speziellen Akupunkturmethode behandelt, die von Akupunkteur John Boel, aus Dänemark, entwickelt wurde. Das Folgende sind die Resultate einer Augenärztin, nach zweijähriger Anwendung. 

Augenärztin Dr. med. Sigrun Scharf -Mayweg 

In den letzten Jahren konnte man in der Fachpresse einige Artikel über sensationelle Erfolge von Akupunktur bei verschiedenen Augenerkrankungen lesen. Dabei handelte es sich um Erkrankungen, die mit konventionellen Mitteln bisher schwierig oder gar nicht zu behandeln, geschweige denn zu heilen waren. Zum Beispiel Augenverkalkung (Altersbedingte Maculadegeneration). 

Diese Akupunkturmethode wurde von John Boel aus Dänemark entwickelt. Er hat sich mit der Behandlung von zahlreichen Augenerkrankungen beschäftigt, die die Augenärzte nicht heilen können. Seine Methode wurde sogar am Fernsehen präsentiert. 

Ich hatte die Gelegenheit, an einem seiner Seminarien teilzunehmen. Bis heute hat John Boel viele Hundert Augenpatienten mit den verschiedensten Augenleiden behandelt. Die häufigsten sind Altersbedingte Makuladegeneration (Augenverkalkung), Retinitis Pigmentosa, grüner Star, Sehnervenschwäche und Blindheit, die durch einen Hirnschaden bedingt ist (z. B. Hirnblutung oder Verkehrsunfall). Diese und viele andere Augenleiden kann man durch Akupunktur verbessern oder in einigen Fällen sogar heilen. 

Ich selber habe Boel`s Methode in den letzten zwei Jahren in meiner Praxis mit grossem Erfolg angewendet. 

Meine Erfahrungen

Ich habe nach dieser Methode bisher nur manifeste Augenerkrankungen, die auch am Augenhintergrund pathologische Veränderungen zeigten, behandelt. Bei Alterssichtigkeit und kindlicher Myopia habe ich noch keine Erfahrungen gesammelt. Fast alle Patienten gaben bereits nach der ersten oder den ersten beiden Behandlungen an, sich insgesamt sehr viel besser zu fühlen. Dies mag natürlich auch auf die Beseitigung der Störfelder zurückzuführen sein, was ja immer als große Entlastung zu werten ist.

Meine therapeutischen Erfahrungen sind nicht statistisch ausgewertet und wahrscheinlich auch in der Fallzahl zu gering. Als Erfahrungsbericht ist die Beschreibung jedoch sicherlich sehr gut geeignet, auch andere Kollegen zu motivieren mit dieser Therapie zu arbeiten. Folgende Erkrankungen habe ich in den letzten zwei Jahren behandelt:

50 Fälle von Makula Degeneration (AMD – trockene und feuchte Form, Beobachtungs- und Therapiezeitraum der meisten Fälle inzwischen über zwei Jahre). Alle diese Patienten galten als schulmedizinisch austherapiert. Unbehandelt verschlechtert sich in der Regel besonders die feuchte Form der Makula Degeneration kontinuierlich — unter der Akupunkturtherapie sah ich keine einzige Verschlechterung. Bei fast allen Patienten kam es zu einer mindestens 10%igen oder weiteren Verbesserung (Objektivierung über die Prüfung der zentralen Sehschärfe und Amsler-Netz).

Drei Fälle von Retinopathia diabetica mit Proliferationen, schulmedizinisch ausbehandelt. Unter der speziellen Akupunkturtherapie besserte sich die Sehschärfe in allen drei Fällen. Bei zwei Patienten traten die vorher kontinuierlichen Einblutungen nur noch in längeren Abständen auf, nach Beendigung der Therapie kamen sie völlig zum Stillstand (die Patienten kamen weiter zur Beobachtung in meine Praxis).

Vier Fälle von Optikusatrophie aus verschiedenen Ursachen. Alle Fälle wurden leicht gebessert, sowohl das Gesichtsfeld als auch die zentrale Sehschärfe. Zwei Fälle von Optikus Atrophie nach Tumorentfernung in der Orbita bzw. im Bereich des Chiasma opticum. Durch die spezielle Akupunkturtherapie stieg die Sehschärfe nach drei Wochen von 60% auf 80% an (der Tumor war schon vor zwei Jahren inkomplett entfernt worden, und bis Beginn der Therapie mit den Augenpunkten hatte sich die Sehschärfe nicht verbessert).

Zehn Fälle von Glaukom , wobei eine Patientin, die nach der Augenakupunktur gute Druckwerte hatte, jedoch nach einer zwischenzeitlich durchgeführten Wirbelsäulenoperation erblindete. Bei allen anderen verbesserte sich das Gesichtsfeld und die Augendrucke bleiben relativ konstant um 20 mmHg (normaler mittlerer Augeninnendruck: in der Regel seitengleich 15 mmHg, obere Grenze 22 mmHg). Die Medikamente wurden zunächst unverändert beibehalten und später unter ständiger Druckkontrolle langsam reduziert.

Zwei Fälle mit hämorrhagischem Glaukom . Der Augendruck konnte durch eine entsprechende Operation nicht gesenkt werden, reagierte jedoch schon nach deiner Woche spezieller Akupunkturbehandlung mit einem Abfall der Werte in den Normalbereich. Auch die quälenden Kopfschmerzen waren in beiden Fällen schon 24 stunden nach der ersten Behandlung verschwunden.

Ein Fall mit unklaren Sehstörungen ohne wesentliches anatomisches Korrelat. Die Patientin kann inzwischen nach der speziellen Akupunkturtherapie wieder lesen, was ihr vorher nicht möglich gewesen war.

Ein Fall mit Artritis Temporalis . Auch hier hat sich das Gesichtfeld wesentlich verbessert, die Kortisonmedikation konnte deutlich gesenkt werden.

12 Fälle von Retinopathia pigmentosa. Hier konnte in allen Fällen der Verlauf zum Stillstand gebracht werden. Drei dieser Patienten betreue ich jetzt schon seit zwei Jahren, wobei sich die Sehschärfe gehalten hat. Das winzige Restgesichtsfeld, das die Patienten zu Anfang der Behandlung hatten, hat sich nach der speziellen Akupunkturtherapie in allen Fällen leicht verbessert, die zentrale Sehschärfe stieg etwa um 10%.

Ein Fall von Rötelnembryopathie mit Aphakie und Optikusatrophie. Ich konnte durch die spezielle Augenakupunktur zwar keine Verbesserung der objektiven Sehschärfe erreichen, subjektiv gibt der Patient jedoch an nach der Behandlung für einen gewissen Zeitraum wieder lesen zu können, was vorher nicht der Fall war. Aus diesem Grund besteht er auf einer weiteren regelmäßigen Behandlung.

Mit der Behandlung von Linsentrübungen habe ich keine Erfahrung — bis auf einen Patienten mit Retinopathia diabetica und Katarakt, bei dem die Operation wegen der schweren Veränderungen abgelehnt worden war. Die Linsentrübungen sind inzwischen durch die spezielle Akupunkturtherapie objektiv deutlich zurückgegangen.

Wie oben beschrieben, ist der zeitliche Aufwand dieser Behandlung enorm. Ich selbst betreibe seit über 20 Jahren Akupunktur und habe auch schon früher versucht, verschiedene Augenkrankungen zu behandeln, sowohl am Ohr als auch nach den Regeln der traditionellen chinesischen Medizin. Der Erfolg war jedoch niemals so deutlich wie jetzt, seit dem Einsatz der speziellen Augenakupunktur nach Boel. Natürlich kann man auch damit Blinde nicht wieder sehend machen, aber man kann versuchen, den Zustand der Augenkranken möglichst zu erhalten. Dies ist bei den meisten schweren Augenerkrankungen, die sich in der Regel im Laufe der Zeit verschlechtern, schon als großer Erfolg zu werten. Man kann zur Verbesserung der Lebensqualität durch einen Zugewinn an Sehschärfe beitragen.

Weitere Anwendung der neuen Methode durch viele Kollegen wird über die nächsten Jahre sicherlich zusätzliche Erkenntnisse erbringen.

Anschrift der Verfasserin:

Dr. med. Sigrun Scharf-Mayweg

Fachärztin für Augenheilkunde